Das Sprachproduktionsmodell von Levelt (1989)

Das Modell von Levelt gehört zu den wichtigsten psycholinguistischen Modellen der Sprachproduktion. Im Gegensatz zu interaktiven hierarchischen Netzwerkmodellen gehört es zu den modularen kognitiven Modellen (vgl. Dannenbauer 1997; Aitchison 1997; Baumgartner 1999).

Es beschreibt den Prozess der Sprachproduktion als Abfolge der drei Module Konzeptualisierer, Formulator und Artikulator. Im Formulator werden die beiden Elemente der grammatischen und phonologischen Enkodierung von Lemmata und Lexemen, den Aspekten des Wortwissens, in die Levelt das mentale Lexikon unterteilt, beeinflusst. Während der Prozess der grammatischen Enkodierung stark von den Lemmata (lexikalische Bedeutung und syntaktische Eigenschaften eines Wortes) beeinflusst wird, wird im Prozess der phonologischen Enkodierung dem jeweiligen Lemma durch das Lexem (morphologischer Aufbau und phonologische Struktur des Zielwortes) die entsprechende Form zugeordnet (Baumgarter 1999).

Anknüpfend an das an anderer Stelle vorgestellte Ordnungsschema kann formuliert werden, dass das Sprachproduktionsmodell von Levelt in beispielhafter Weise verdeutlicht, wie im Prozess der Sprachproduktion die linguistischen Strukturebenen interagieren.